Macroeconomic concept

Preise und Inflation

Preisstabilität zählt, weil fast jede makroökonomische Entscheidung darüber läuft. Löhne, Ersparnisse, Zinsen, Schuldenlasten und Glaubwürdigkeit der Zentralbank sehen anders aus, wenn das Preisniveau nicht stillhält.

Warum stiegen Lebensmittelpreise in zwei Jahren um 30 %, während Löhne sich kaum bewegten?

First passPolicy practitioner

Background

Ein einzelner Preissprung ist noch keine Inflation. Makroökonomen suchen breite und anhaltende Bewegungen des allgemeinen Preisniveaus und fragen dann, woher sie kamen.

Die Antwort entscheidet über die Diagnose. Inflation aus zu hoher Nachfrage verhält sich anders als Inflation aus Angebotsstörungen. Beides unterscheidet sich von Preisbewegungen, die in Erwartungen oder finanzieller Anspannung verankert sind.

What it covers

Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Deflation ist ein anhaltender Rückgang. Beides meint nicht, dass ein einzelner Preis steigt oder fällt. Teureres Benzin ist für sich genommen noch keine Inflation.

Zentralbanken zielen meist auf niedrige und stabile Inflation, weil beide Extreme schaden. Hohe Inflation mindert Kaufkraft und erschwert Planung. Deflation erhöht die reale Schuldenlast und kann Ausgaben bremsen, wenn Käufer niedrigere Preise abwarten.

Der Verbraucherpreisindex und der Preisindex der privaten Konsumausgaben sind die beiden wichtigsten Messgrößen in den Vereinigten Staaten. Sie überschneiden sich, gewichten Positionen aber unterschiedlich, weshalb sie manchmal leicht verschiedene Geschichten erzählen.

Open question

Kommt der Preisanstieg aus Nachfrage, Kosten, Erwartungen, externen Schocks oder aus einer Mischung, die mehr als ein Instrument verlangt?