Makroökonomisches Konzept

Wirtschaftswachstum

Wachstum ist die langfristige Frage der Makroökonomie. Kleine Unterschiede in Wachstumsraten wachsen zu großen Unterschieden im Lebensstandard zwischen Ländern und Generationen an.

Warum sind manche Länder reich und andere arm, obwohl jeder Tag gleich viele Stunden hat?

Hintergrund

Der größte Teil der heutigen Einkommensunterschiede zwischen Ländern stammt nicht aus einer einzelnen Rezession oder einem Boom, sondern aus Unterschieden in langfristigen Wachstumsraten.

Wachstumstheorie versucht zu erklären, warum diese Raten verschieden sind und ob Politik sie bewegen kann. Die Antworten sind umstritten, die Folgen nicht: Dauerhaftes Wachstum ist auf lange Sicht der wichtigste Treiber materiellen Wohlstands.

Was es abdeckt

Wirtschaftswachstum misst die anhaltende Ausweitung der Fähigkeit einer Volkswirtschaft, Güter und Dienstleistungen zu produzieren. Die Standardgröße ist das reale BIP pro Kopf. Sie entfernt Preisänderungen und Bevölkerungswachstum, um Verbesserungen des durchschnittlichen materiellen Lebensstandards anzunähern.

Wachstumstheorie fragt, warum manche Volkswirtschaften schneller wachsen als andere. Im Solow-Modell kommt langfristiges Wachstum aus technischem Fortschritt, sobald Kapitalakkumulation auf sinkende Grenzerträge stößt. Endogene Wachstumstheorien behandeln Innovation als etwas, das die Wirtschaft hervorbringt, nicht als etwas, das vom Himmel fällt. Institutionelle Theorien betonen Eigentumsrechte, Governance und Rechtsstaatlichkeit als Voraussetzungen, damit sich Akkumulation und Innovation lohnen.

Offene Frage

Wächst die Wirtschaft, weil sie mehr Inputs anhäuft, sie effizienter nutzt oder beides, und lässt sich dieses Tempo halten?